[84] De La Clue-Sabran trat 1715 in die Marine, wurde 1727 Enseigne, 1734 Lieutenant, 1742 Capitaine, war Schiffskommandant bei Toulon (1744), wurde 1755 Chef d'Escadre und führte bei Minorka (1755) die Nachhut. Bei Lagos schwer verwundet, wurde er nicht mehr aktiv verwendet, schied aber erst 1764 mit der Pension eines Lieutenant-Général aus dem Dienste.
[85] R. Honorable Edward Boscawen, geboren 1716, hatte sich schon im österreichischen Erbfolgekriege bei Vernons Expedition in Westindien und in der Schlacht bei Finisterre (1747) als Kommandant, dann als Kontreadmiral und Befehlshaber in den indischen Gewässern (vor Pondicherry 1748) ausgezeichnet. Im Siebenjährigen Kriege war er als Vizeadmiral 1755 Chef der Station in Nordamerika, 1756/57 leitete er zeitweise die Blockade von Brest, 1758 nahm er als Admiral Louisbourg. Nach dem Siege von Lagos wurde er zum „General of Marines“ (nur ein Ehrentitel) befördert. 1760 leitete er wieder (abwechselnd mit Hawke) die Blockade von Brest; er starb am 10. Januar 1761.
[86] Nach Colomb, Seite 139, gab es zu dieser Zeit in der französischen Marine noch keine genauen Nachtkurssignale; der Admiral konnte in vorliegendem Falle für seinen Zweck nur etwa signalisieren: „Raum segeln über Backbordbug“.
[87] Hubert de Brienne, Chevalier (später Comte) de Conflans, trat 1706 in die Marine ein, wurde bei dem damals schlechten Avancement erst 1712 Enseigne, 1727 Lieutenant de vaisseau, 1735 Capitaine (1747 Gouverneur von St. Domingue), 1748 Chef d'Escadre, 1752 Lieutenant-Général, 1756 Vizeadmiral der Levante und 1758 Marschall. Im Österreichischen Erbfolgekriege zeichnete er sich dadurch aus, daß er mehrmals mit nur wenig Kriegsschiffen starke Konvois von Kauffahrern oder Transportern glücklich nach und von Westindien führte. Im Siebenjährigen Kriege Chef der Streitkräfte am Atlantik, hatte er bisher keine Gelegenheit zu kriegerischer Tätigkeit gehabt, da die verfügbaren Schiffe stets überseeisch verwendet waren. Jetzt war er gegen 70 Jahre alt und, wenn auch ein tüchtiger Offizier, seiner hohen Stellung und schweren Aufgabe wohl kaum noch gewachsen; er starb am 22. Januar 1777 in Paris.
[88] Nach Troude I (dort Seite 381 ff. wörtlich der Flottenbefehl Conflans' vor der Abfahrt, sowie dessen Bericht über seine Absichten, als er den Gegner sichtete, und über den Verlauf der Schlacht); Clowes III; Lacour I; Mahan I; Colomb. — Die Schlacht wird in Frankreich auch „La bataille des Cardinaux“ genannt.
[89] Vgl. Lacour I, Seite 330 ff.; Verteidigungen der Betroffenen vgl. Troude I, Seite 385 ff. und 399.
[90] Näheres über das Schicksal dieser Schiffe, die mit Geschick die Blockade brachen, vgl. Lacour I, Seite 347, und Troude II, Seite 403 und 415. Bei Troude, Seite 405, auch Bemerkenswertes über den Versuch des Admirals Hawke, durch Verhandlungen in den Besitz der Artillerie des „Soleil Royal“ zu kommen und die Besatzung des anderen gestrandeten Schiffes als kriegsgefangen ausgeliefert zu erhalten.
[91] Boscawen führte das Kommando vom Frühsommer bis August 1760; er starb im Januar 1761.
[92] Im Anschluß an die Ereignisse des Krieges 1744–1748 (93 ff.); Hauptquellen vgl. 131.
[93] Kanada zählte 1756 ungefähr 80000 Weiße gegen 425000 in den Neuenglandstaaten, 457000 in den mittleren und 283000 in den Südstaaten. Die letztgenannten kamen allerdings bei einem Kriege nicht in Betracht, da sie der starken Negerbevölkerung wegen keine Milizen ausrücken lassen konnten. In den mittleren Staaten lebten gegen 70000, in den südlichen gar 178000 Farbige, in den Nordstaaten nur 11000.