[74] Die innere Geschichte der Marinen Frankreichs und Englands ist schon im Kapitel II (Seite 24 ff.) behandelt, dort sind auch (Seite 33) die beiden Marinen auf ihren Wert an Material und Personal verglichen. Wir beschränken uns hier deshalb fast ganz auf Angaben über die Schiffsbestände und Schiffsverluste in diesem Kriege. Diese Angaben stützen sich auf Charnock, Teil III, Seite 174, 178, 183, 196, der auch die Namen der Schiffe angibt (über Spanien ebenfalls). Die Verluste der drei Marinen vgl. auch Clowes III, Seite 310 ff. (gleichfalls mit Namen).

[75] Besonders benutzte Quellen: Clowes, Band III; Lacour I; Mahan I; Troude, Band I; Bonfils, Band II; für die politischen Verhältnisse sowie den Krieg am Lande in den Kolonien Zimmermann. Band II und IV.

[76] Es war in Frankreich üblich, Linienschiffe „en flûte“ zu armieren, wenn sie Truppen und Material nach den Kolonien brachten. Es waren dann, um Raum zu gewinnen, nur 20–22 Kanonen aufgestellt, die anderen wurden zurückgelassen oder in den Lasten verstaut. — Französische Quellen sagen, im vorliegenden Falle sei es auch aus Sparsamkeit geschehen, sowie, um England nicht zu reizen.

[77] Lacour I, Seite 244 ff., bringt einige dieser Pläne.

[78] Roland Michel, Marquis de La Gallissonnière, geboren 1693, trat 1710 in die Marine, wurde, da er keine besondere Protektion besaß, nur langsam befördert: 1726 Leutnant, 1738 Kapitän, 1750 Chef d'Escadre, 1755 Lieutenant-Général. Er diente unter Gabaret und de Court mit Auszeichnung im Österreichischen Erbfolgekriege; war 1747–1750 Gouverneur von Kanada und sorgte für die Befestigungen an dessen Grenzen; einige Jahre in Landstellungen der Marine, führte er 1754 und 1755 Schulgeschwader im Mittelmeer und machte sich verdient um Geschwaderübungen sowie Signalwesen. Er kommandierte in der Schlacht bei Minorka 1756 und starb am 26. Oktober desselben Jahres. Gallissonnière war ein tüchtiger Offizier, aber doch kein höherer Führer und auch jetzt wohl zu alt, sonst hätte er seinen Erfolg bei Minorka besser ausgenutzt.

[79] Näheres vgl. Lacour I, Seite 263.

[80] Näheres über Byngs Bericht, das Kriegsgericht und seinen Tod vgl. Clowes, Band III, Seite 152–160.

[81] Genaueres bieten Clowes III, Seite 192–195; Lacour I, Seite 312–317.

[82] Näheres über die verschiedenen Entwürfe, die in den verflossenen Jahren sowie jetzt in Erwägung gezogen sind, vgl. Lacour I, Seite 293–303 sowie Seite 318 bis 322. Wir geben auch den nachstehenden Plan nach dieser Quelle; andere französische oder englische Angaben weichen nur unwesentlich ab.

[83] Morbihanbucht ist der Sammelname für die verschiedenen Meerbusen, die östlich der Quiberonbai in das Land eindringen.