Zweites Kapitel.
Die Entwicklung des Seekriegswesens von 1740–1793.

Schiffe, Nautik (Entdeckungen), Schiffsklassen, Waffen, Personal (Organisation der Marine), Taktik.

Die Betrachtungen schließen an das zweite Kapitel des dritten Abschnittes (Band I, Seite 161–188) an. Wie dort und aus dem gleichen Grunde sind in erster Linie die englischen Verhältnisse zugrunde gelegt; wichtige Abweichungen in anderen Marinen sind jedoch angeführt oder aus den Angaben über „die Streitmittel“ vor jedem Kriege zu ersehen.

Als Hauptquellen dienten: Clowes III; Charnock III; Arenhold; Troude I; Colomb, Kapitel V; Schwarz. (Vgl. Quellenverzeichnis.)

Schiffe, Nautik, Schiffsklassen.

Wir haben im ersten Bande die Entwicklung des Einzelschiffes und die Einteilung der Schiffe in Klassen eingehend verfolgt und kamen schließlich zu dem Ergebnis, daß um 1739 in beiden Hinsichten ein gewisser Abschluß erreicht war. Die weitere Zeit der Segelschiffahrt bringt nur noch Vervollkommnungen des Einzelschiffes, dessen Typ — besonders der des Schlacht- (Linien-)schiffes — feststand, und Verschiebungen in der Klasseneinteilung. Beides vollzieht sich weiter in den uns schon bekannten Richtungen: Anstreben besserer See- und Segelfähigkeit des Einzelschiffes, sowie Vergrößerung des Raumgehalts bei gleicher Kanonenzahl; Herbeiführen von Gleichmäßigkeit der Schiffe einer Klasse, Bevorzugung der ehemaligen Mittelklasse der Linienschiffe (Nichtvermehrung der sehr schweren, Abstoßung der kleineren), sowie Vermehrung der Fahrzeuge zu besonderen Zwecken.

Englisches Linienschiff „The Terrible 74“. Den Franzosen 1747 abgenommen.