[193] Diesen Kriegsschauplatz haben wir zu unseren Betrachtungen hier nicht herangezogen. Bei seiner großen Entfernung von den anderen sowie von den Heimatshäfen stand er selbständig da und das für ihn Bemerkenswerte haben wir Seite 402 bereits gebracht.
[194] Anschließend an die Entwicklung der Taktik im zweiten Kapitel (Seite 36–44), sowie an die Auslassungen darüber nach dem Österreichischen Erbfolgekriege (Seite 113) und nach dem Siebenjährigen Kriege (Seite 204).
Sechstes Kapitel.
Nebenkriege 1740–1793.
Kämpfe mit den Barbaresken. Schwedisch-Russischer Krieg 1741–1743. Die schwedische und russische Marine im Siebenjährigen Kriege. Russisch-Türkische Kriege 1768–1774 und 1787–1791. Schwedisch-Russischer Krieg 1788–1790.
Kämpfe mit den Barbaresken[195].
Auch noch während der Zeit des vierten Abschnittes belästigten die Fahrzeuge der Raubstaaten Marokko, Algerien, Tunis, Tripolis die Schiffahrt im Mittelmeer, und die Marinen der größeren Seestaaten traten, besonders in Friedenszeiten, zum Schutze ihres Handels in Tätigkeit; die Malteserritter sahen in der Unterdrückung des Seeraubes die Fortsetzung ihrer ursprünglichen Aufgabe des Kampfes gegen die Ungläubigen. Aber wie früher hatte das Auftreten der europäischen Staaten keine dauernden Erfolge, die Barbaresken brachen immer wieder die ihnen durch Demonstrationen oder Strafexpeditionen aufgezwungenen Verträge. Es wird genügen, die Tätigkeit der beteiligten Marinen kurz anzuführen.
England hielt stets Schiffe in solcher Zahl an der afrikanischen Küste und im Mittelmeer überhaupt, daß — wie seine Quellen sagen — der Handel nicht so litt wie im 17. Jahrhundert, und daß es nicht nötig war, größere Expeditionen zu entsenden; es wird nur eine solche unter Kommodore Keppel 1751 nach Algier erwähnt, die schwebenden Verhandlungen Nachdruck geben sollte[196]. Die Barbaresken scheuten mit Recht die Seemacht Englands.