„Merken Sie sich diesen Russen, Vicomte Osako! Er trägt Krieg und Frieden unter den Klappen seines Fracks!“

„Ist er vom Tschin?“

„Sein Vater war der bekannte Minister, der vor zehn Jahren in Petersburg starb. Er selbst trat bald aus dem Staatsdienst. Seitdem ist er der gefährlichste Außenseiter der russischen Politik, vom Winterpalais bis zum Cettinjer Konak.“

Nicolai Schjelting kam langsam näher. Fortwährend waren neue Menschen um ihn. Er drückte rechts und links Hände, winkte Bekannten zu, wechselte bei jedem Satz die Sprache, französisch, englisch, italienisch, auch, besonders laut und verbindlich, deutsch zu einem deutschen Diplomaten, dann einmal obenhin, schnell, kaum hörbar, auf russisch, zu einem Landsmann:

„Noch nichts Neues aus Serbien?“

„Nichts!“

Er lächelte wieder. Etwas von Asiatendünkel schimmerte, für Hannah Higgins’ Augen, durch den spiegelglatten Kulturschliff seines Wesens. Er sah in der Nähe bleich und nervös aus.

„Sind Sie krank, Herr von Schjelting?“

„Ah — ce bon Nicolas! Er reibt sich auf!“