„Ich?“ Nicolai Schjelting zuckte nachlässig die Achseln. „Erbarmen Sie sich! Was hat denn ein armer Privatmann, wie ich, zu tun?“

Und wieder neben Hannah Higgins die gedämpfte Stimme des Rumänen zu dem Japanesen:

„Dabei kennt er alle Geheimnisse der Kriegspartei drüben!“

„Ich wähnte Sie schon in Montenegro, Herr von Schjelting?“

Nicolai von Schjelting schüttelte ahnungslos den Kopf.

„Ich? Ich bin ein friedlicher Mensch. Jetzt ist mir zu viel Pulverdampf da unten.“

„Wieso? Die Albanesen?“

„Ach nein! die bosnischen Manöver! Der Erzherzog-Thronfolger besichtigt doch die K. und K. Truppen. Ich kann das Schießen nicht vertragen. Ich warte, bis es auf dem Balkan wieder ländlich-still ist!“

Der Balkan und Ruhe! Man lachte. Auch Schjelting. Eine Sekunde war etwas Freches darin. Moskauer Hochmut. Wenigstens für Hannah Higgins. Dann sah sie, wie er sich zu ihrem Schwager wandte. Beide sprachen und blickten dabei auf sie. Sonderbar...

Plötzlich machte er sich von seinen Verehrern los, kam mit der lächelnden Sicherheit eines Mannes von Welt auf sie zu, stellte sich selbst vor, und setzte sich, ohne eine Aufforderung abzuwarten, neben sie. So war er, in dem Gedränge und Geschiebe der Menschheit zum Buffet, vorläufig unsichtbar und ungestört.