„Findest Du denn als Brite kein Wort gegen diese elenden Mörder, Jerôme?“
„Die gerechte Strafe wird sie ereilen!“ sprach Jerôme K. Higgins salbungsvoll. „Uns geht diese Tat nichts an. Wir haben nur die Folgen ins Auge zu fassen!“
„Was für Folgen?“
„Nichts wäre verfrühter, als darüber jetzt schon zu reden!“
Ein dumpfer Donnerschlag vom Wasser her — ein zweiter — ein dritter — nun ein einziges betäubendes Krachen und Rollen. Die Scheiben klirrten. Die Wände schienen zu zittern. Hannah Higgins fuhr mit einem unterdrückten Angstlaut empor. Ihr Mann nahm ihr die Hand vom Ohr und schrie hinein:
„Warum erschrickst Du denn so?“
„Sie schießen ja da draußen! Alle Schiffe!“
„Nun ja! Der Trauersalut für den Erzherzog Thronfolger!“
Grauer Pulverdampf umqualmte außen auf der Föhrde die langen Reihen der verankerten Schlachtkolosse bis zu den Mastspitzen. In ihm zuckten die kurzen Feuerstrahlen, füllten Luft, Erde und Meer mit ihrem schmetternden Widerhall. Nahe dabei lagen die deutschen Kriegsschiffe. Es war, als kämpften die beiden Geschwader miteinander auf Tod und Leben, beinahe unsichtbar in dem donnernden Dampf, der sie umwob. Nur den „Audacious“ vorn erkannte man deutlich, wie er aus seinen Feuerschlünden Blitze schnob und sie unschädlich, wütend in geballten Rauchwirbeln gegen die Ufer Deutschlands schleuderte.
„Wie lange feuern sie denn noch?“