„Ah...“
„Nicht diese Intimitäten, Herr von Schjelting...“
„Pah... Ihr seid Einer wie der Andere! Auch Ihre Schwächen kennt man, Maître Nicolas!“ sagte Nicolai Schjelting. Es klang hochfahrend, als spräche er daheim auf schwarzer russischer Erde zu seinen ehemals leibeigenen Bauern. „Der Westen ist faul und hier bei Euch am faulsten. Ich bin anders! Ich spiele mit den Frauen. Sie sind für mich die Leitersprossen zum Erfolg. Aber ich liebe es nicht, daß man mit mir spielt! Merken Sie sich das, Monsieur Lambert!“
„Diese Sprache ... in der Tat... Wer sind Sie denn ... ohne Rang ... ohne Reichtum ... ohne...“
„Ich bin Rußland. Rußland steht hinter mir! Wir kommen. Der Krieg ist vor der Türe!“
„Nein ... nein!“
„Doch, Nicolas!“
Léon Lambert, der Großkaufmann, war von Paris her durch ein Ferngespräch besser unterrichtet als der Advokat. Diese kleine Madame Turlet hatte Beziehungen zu einem Minister der Republik. Man erfuhr da auf Umwegen mancherlei.
„Wenn sie kommen“... sagte er matt und angstvoll. „— man glaubt es in Paris noch nicht recht — aber wenn sie kommen, so lassen wir sie in Gottesnamen unten im Süden durchmarschieren! Ah — wir werden klug sein! Wir ziehen unsere Regimenter zurück. Wir erheben Protest! Wozu Blutvergießen?“