„Vielleicht bei Euch!“
„Es wurde grimmig gestohlen, unmenschlich gestohlen, in Petersburg wie in Paris. Euer Geschäftssinn hat selbst unsere Tschinowniks beschämt...“
„Diese Sprache voll barbarischer Instinkte... Sie sehen mich erschüttert ... das ist Rußland — dies große Rußland, das wir zärtlich lieben!“
„Ihr habt es nie geliebt!“ sagte Nicolai von Schjelting. „Ihr habt es nie gekannt. Ihr habt Euch nie Mühe gegeben, es kennen zu lernen. Nie kommt Ihr anders zu uns, als um uns zu bewuchern. Man erkannte Euch an Euren Zylinderhüten und dem roten Bändchen. Man wußte: nun lassen sie unser Mütterchen Rußland wieder zur Ader!“
„Wenn Frankreich das hörte...“
„Nie seid Ihr in die slawische Seele eingedrungen. Seht doch diese Deutschen! Ihre Intellektuellen bewundern diesen abtrünnigen Tolstoi! Sie kennen Repnin. Sie schrieen, als man bei uns den Holigan Gorki festsetzte! Sie klatschten sich für die dritte Garnitur des Kaiserlichen Ballets die Hände wund. Viele Berliner Magazine führen russische Firmeninschriften...“
„Wir haben das nicht nötig!“
„Nein. Ihr laßt uns für Euch arbeiten. Ihr gebt uns Geld. Wir zahlen die Zinsen mit Weizen. Unser Bauer hungert, damit Ihr satt werdet. Jeder kleine Rentner bei Euch hält sich vier Muschiks. Er kennt sie nicht. Er sieht sie nicht. Er liebt sie nicht! Er weiß nichts von ihnen, als daß sie seinetwegen schwitzen! Er schneidet die Coupons ... schneidet in seinem Gärtchen die Rosen. Nicht darum hat man die Leibeigenschaft aufgehoben, mein Lieber, daß das Ausland die freien russischen Seelen kauft!“
„Armes Frankreich!“
„Wie denn arm? Dreißig Jahre trug der Muschik die Sklaverei. Nun haben wir ihn bewaffnet. Er erhebt sich. Statt des Korns wachsen Soldaten aus unserer schwarzen Erde. Sie marschieren mit sicherem Schritt nach Berlin. Ihre einfachen und gläubigen Herzen hoffen, dort die Enkel der Sieger von Jena zu treffen!“