Er wandte sich verzweifelt an Inge.
„Ich hatte ja keine Ahnung... Schon unterwegs bekam ich die Drahtbefehle. Vläming und ich und noch zwei Preußen und ein Haufen bayrische Herren — wir sausen Tag und Nacht durch, mit hundert Kilometern, bis an die Ostgrenze! Es geht jetzt um Spitze und Knopf.“
„Tu Du nur Deine Pflicht!“ sagte Inge.
„Aber sowie ich ein bischen Luft kriege — spätestens in ein paar Wochen — ich mache es schon irgendwie ... ich telegrafiere Dir... Gottseidank hab’ ich ja die Strippe ständig zur Verfügung... Richte nur inzwischen Alles und halte Dich zur sofortigen Abreise bereit!“
„Ja.“
Der Pilot Graf Vläming befestigte das Einglas in der Augenhöhle seines hageren Rassekopfs und sagte zu dem Hauptmann von Hellfried und dessen Damen:
„Nu schlag’ ich aber vor: Wir gehen! Erstens sind wir hier total überflüssig! Zweitens hab’ ich einen kolossalen Hunger und drittens nur noch fünfzig Minuten Zeit. Isebrink ... Isebrink... Mensch... Wachen Sie doch auf!“
„Ja — was ist denn?“
„Wir ziehen uns jetzt verständnisvoll zurück. Aber vorher vergleichen wir unsere Uhren! So!... Schlag acht Uhr fährt die Benzindroschke vom Freiwilligen Automobilkorps vor — Sie wissen ja: dort drüben... Anderthalb Minuten vorher müssen Sie da sein! Da wird nicht gefackelt!“
„Eine halbe Minute ist auch genug!“