„Juhu! Juhu!“ Die ganze Menge jubelte mit, sang, schrie, riß Nicolai Schjelting in ihrem Brausen fort. Es klang wie eine Stimme. Es war, als schritte da ein unsichtbarer Riese neben ihm und brüllte ihm in die Ohren: ‚Ihr habt mich gerufen! Ich bin gekommen. Da bin ich!‘
„Nun — was sagen Sie dazu, Herr von Schjelting?“
Sie hatten sich aus dem Gedräng herausgearbeitet. Schjelting war etwas bleich geworden.
„In der Tat: es ist anders, als ich... Ich war oft in München. Man traf sich hier. Man hatte seine Formeln und Schlüsse für die Stimmung... In Preußen sieht es jedenfalls ganz anders aus. Berlin ist in dieser Stunde unzweifelhaft schon in der Hand der Blusenmänner!“
„Oh...?“
„Ich kenne die wahre Seele Deutschlands. Man wird in dieser Nacht in Württemberg weinen, man wird in Sachsen die Faust gegen die Militaristen ballen!“
„Meinen Sie?“
„Man wird am Rhein zittern und an der Oder verzweifelt die Kirchen füllen.“
„Nun — ich weiß nicht ... ich würde an Ihrer Stelle machen, daß ich hier nicht festgenommen werde!“