„Wie denn nicht? Eben einen amerikanischen! Von einem unserer ersten Moskauer Spezialisten!“

„Dann halten Sie sich bereit!“

Als er einige Zeit später früh Morgens von Achille Macrî abgeholt wurde, lächelte er geringschätzig und warf die glimmende Zigarette im Hinabsteigen auf die Teppichecke.

„Haben Sie vor ein paar Tagen diesen Lärm Unter den Linden gehört? Diesen Jubel?... Diese Teutonen sind doch wie die Kinder! Sie lassen sich allen Ernstes aufbinden, Lüttich sei gefallen!“

Die beiden Ausländer sahen sich an und platzten gleichzeitig heraus. Schjelting war plötzlich guter Laune. Er lachte ebenso herzlich wie der Andere.

„Da sieht man, was man den bebrillten germanischen Augen bieten kann! Lüttich — diese uneinnehmbare Panzerfestung, von Brialmont selbst erbaut, auf einem Nachmittagsspaziergang mit dem Bajonett genommen! Und sie glauben’s. Sie glauben’s!“

„Es sind Spaßmacher, diese Deutschen!... Da ist das Auto. Gestatten die Gentlemen: Mr. Ley...“

„Mr. Frank!“

Es war ein schweigsamer, älterer Amerikaner, mit einem faltigen, steinernen und sorgenvollen Gesicht. Er schwieg und sah nur zuweilen ungeduldig auf die Uhr. Schon nach einer halben Stunde Fahrt frug er:

„Was ist das für ein Platz?“