„Da kommen Offiziere auf uns zu. Aber es sind Deutsche!“

„Was sind Sie? Amerikaner? Ja, hier in der Festung können wir keine Ausländer brauchen! Fahren Sie schleunigst über Grevenbroich-Gladbach nach Holland weiter! Wie, Chauffeur? Sie müssen Benzin fassen? Na denn ’mal fix!“

In der Zwischenzeit betrat Nicolai Schjelting den Dom. In geheimnisvollem Licht dämmerte ganz dort hinten der Hochaltar, feierlich hallten in den Steinwölbungen die Responsorien. Kopf an Kopf die Schiffe füllend, stand und kniete die Menge. Viele Soldaten darunter. Offiziere mit ihren Frauen. Da vorn ein hoher General mit schlohweißem Haupt und Schnurrbart. Feldbereite Nonnen in weißen Flügelhauben. Maltheserritter. Ärzte. Nicolai Schjelting sah diese andächtigen Gesichter, diese Hände, die sich aus dem Weihwasserkessel heiligten, die ernsten Reihen harrender, barhäuptiger, feldgrauer Männer vor den Beichtstühlen. Er frug sich: Wie? Dies ist doch nicht mehr Potsdam, von dem man die Welt erlösen will?... Dies ist... Ja, was ist das Alles? Er gab sich keine Antwort. Er lief hinaus.

„Können wir noch nicht fort?“

Und auch der Yankee drängte.

„Vorwärts! Ich bin es unsern Shareholders schuldig!“

Als sie nach kurzer Zeit die Grenze der Niederlande hinter sich hatten, brach er in hoffnungsvollem Ton das Schweigen.

„Voriges Jahr zahlte die Kanaan-Steel-Company Dollars fünfundvierzig auf den Share. Aber dies Jahr will ich eine Rekord-Dividende erzielen!“

„Womit machen Sie Ihr Geld?“