„Granaten, Sir! Von jetzt ab Granaten!“

Nun begriff Schjelting, woher Achille Macrî den Mann aus den Vereinigten Staaten kannte.

„Granaten für die Engländer?“

„Von allen Sorten. Auch mit Dynamit und mit giftigen Gasen. Manche Engländer hielten das im Burenkrieg für weise!“

Er schaute nach dem letzten deutschen Haus zurück, das friedlich in der nächtigen Ferne im Schein des schwindenden Mondes lag. Seine Läden waren geschlossen wie im Schlaf. Ein sauber gepflegtes Blumengärtchen umduftete das stille Stückchen deutscher Welt.

„Ein Treffer und dies ganze Ding dort und was darin ist, wird zu Staub,“ sagte er und preßte die dünnen Lippen zusammen. Dann, nach einer Weile: „Und dabei ist heute Sonntag...“

„Stört Sie das?“

„Ich habe die Kirche versäumt. Ich tue das sonst nie!“

Der Mond war gesunken. Die Nacht dunkel. Der Wagen suchte sich langsam und vorsichtig mit seinem weißglühenden Augenpaar den Weg. In den Limburgschen Dörfern standen noch viele aufgeregte Leute auf den Straßen. Aber man verstand ihre holländischen Wegweisungen nur schwer. Dann verloren sich auch sie. Man fuhr in Finsternis und Leere. Schließlich schon ins Ungewisse. Stunde auf Stunde verrann. Endlich hielt der Chauffeur ratlos an. Rings tiefes Schweigen.