„Dort allein ist Chindenburg noch nicht!“

„Mit Gott! Über Skaisgirren! Fahre wie der Teufel.... Du dort oben!“

Sie rasten dahin, durch Tilsit hindurch, über die Königin-Luisenbrücke auf das Nordufer der Memel. Nun trennte sie der breite Strom von den Verfolgern. Fern vergrollte das Ungewitter. Wie weit es nach Süden hin noch seine Verheerungen erstreckte, wußte Keiner.

„Auch bei Lyck wird gefochten!“ sagte neben dem haltenden Auto ein sibirischer Schützenoberst aus tiefer Brust, und ein Anderer neben ihm, mit einem fatalistischen Zug um die bärtigen Lippen:

„Diese Tage kosten uns viel... Die Deutschen sind anders als man dachte...“

„Uns Beide hat Gott bewahrt!“ versetzte der Hofmeister Morskoi zu Schjelting. „Doch was nun?“

„Zurück nach Kowno!“

„Und dann?...“

„Dann gehe ich gleich mit meinen Aufträgen nach dem Westen!“ sagte Nicolai von Schjelting. „Dort ist unsere Hoffnung. Denn das Eine habe ich nun schon erkannt, Wassili Andréitsch: Wir hier allein, mit der Kraft der russischen Erde, erreichen es nicht...“