Der Dampfer zog weiter. Seitwärts, gegen die Medizinschule hin, lag ein anderer verankert. Es sah aus, als hätte man seine Bordwand mit den schwarzlackierten, holzgeschnitzten Mohrenköpfen aus dem Aushang von Hunderten von Tabackläden und Gewürzkrämereien besteckt, so fletschten sie reihenweise die weißen Gebisse in pechschwarzen Zügen.

„Turkos!“

„Ich glaube eher Senegal-Neger! Ich habe mich als Arzt da draußen ein wenig mit Völkerkunde beschäftigt...“

„Ich bitte: Weshalb lassen sie denn die nicht an Land...?“

„Wahrscheinlich fürchten sie sich selber vor den swarten Düwels...“

Es war schon gegen Sonnenuntergang. Die Abendblätter waren erschienen. Die Stimmen der kleinen Zeitungsverkäufer gellten durch den Hafen- und Straßenlärm: „Le petit Marseillais!... Le sémaphore...“

„Le soleil du midi!... Sir Grey im Unterhaus: die Basutos bitten, Steine auf die Deutschen werfen zu dürfen!“

„Le petit Provençal... Die Maoris auf Neuseeland schiffen sich ein. Der König von Nepal bewilligt dreißigtausend Gurkhas mehr!“

„Le Radical! — Clemenceau gegen die deutsche Barbarei!“

„Le Niçois... Die Deutschen fliehen, wo sie den Feind sehen! Die Generale Wilhelms stürzen sich weinend in die Maas. Ihre Frauen plündern die belgischen Schlösser!“