„Es ist richtig! Wir haben große Bestellungen in Italien und Schweden gemacht. Aber natürlich nur zum Vergleich mit unserm Nitroglycerin!“ sagte der Schiffsleutnant Leblanc lächelnd. Herr von Rigolet redete daneben auf einen hageren straffen General vom ‚commandement supérieur de la défense‘ ein, der das breite rote Band der Ehrenlegion quer über der Uniform trug.

„Ah — mein Alter — mich wirst du nicht los! Frankreich — das ist die Freiheit! Ich folge Euch als Schlachtenbummler!“

„Wohin, mein General?“

„An die belgische Grenze! Übermorgen geht der ganze Generalstab dorthin. Vierzehn Tage kriegsmäßige Übungen! Fünfundzwanzig Generale, zweihundertfünfzig Offiziere! Eine blaue und rote Partei!“

Der englische Riese in Rot und der schottische Lord konnten gut französisch. Bei der Erwähnung Belgiens zeigten sie verständnisvoll ihre breiten, weißen Zähne. Man lächelte sich an. Gesprochen wurde nichts. Man wußte ja Bescheid. War längst im Reinen. An einem der Fenster drängte sich eine Gruppe Offiziere und schaute hinaus auf Staub, Sonnenglut und Schmutz des fahnenumhangenen Opernplatzes, zwischen dessen Automobilgewühl sich von beiden Seiten der Boulevards her immer neue Menschenmassen ergossen. Der blonde Leutnant Schouman, der wie ein deutscher Lehrer aussah, drehte sich plötzlich um und gab dem Oberstleutnant Grégoire ein aufgeregtes Zeichen, heranzutreten.

„Da ist er!“

„Wer?“

Zugleich fuhr der Major Michelin auf, wie ein Jäger beim Anblick des Wilds.

„Er geht quer über den Platz!“