„Ihr habt es gut im Osten! Hinter Euch steht Euer allmächtiger Zar. Hinter diesen Deutschen ihr nationales Symbol, Wilhelm der Zweite im Lohengrin-Helm. Selbst die Belgier begrüßen ihren König im Schützengraben. Aber wir: Wo sind die hinter uns?... Wo sind sie — diese Advokaten — diese Minister — diese Kammerschwätzer — dieser vierkantige Lothringer selbst? Ausgekniffen nach Bordeaux...“

„Joffre befahl es!“

„Sehen wir zu: Er ist der Feldherr! Wir hier sind Frankreichs Arm. Aber hinter der Faust muß das Herz Frankreichs schlagen, so stark wie sie! Schauen Sie sich um: Ist dies noch Paris oder ist es Pompeji? Eine tote Stadt! Woher soll da uns die Wärme kommen? Vor zwei Stunden war ich noch im Feuer. Zu frösteln beginne ich erst hier!“

Der General de Rigolet de Mezeyrac blickte hinüber nach der fernen Kuppel des Invalidendoms.

„Vive l’empereur!“ sprach er. „Meinetwegen jetzt selbst: Vive le roi!“

„Ein Banner, um das sich Frankreich sammelt ... seien es die Lilien oder die Bienen!“

„Nur nicht diese tauben Nüsse von Bordeaux!“

„Diese Geschäftsmänner!“ murmelte Einer der Generalstäbler, fiebernd in seinen Mantel gewickelt.

„Diese Hasenfüße...“

Und wieder ging es durch Nicolai von Schjeltings Kopf: Es fehlt Etwas... Es fehlt Etwas, auch hier ... trotz Mut und Zähigkeit... Etwas, was drüben, überm Rhein, mir jetzt noch wie ferner Donner nachhallt. Dort ist das Volk die Wetterwolke. Sein Heer der Blitz. Der Oberstleutnant Grégoire frug ihn: