„Wo ist sie jetzt?“

„Wieder in Wiesbaden. Aber mein Vater wird voraussichtlich bald als beratender Hygieniker einer Armee tätig sein. Natürlich hinter der Front, bei seinem Alter. Da wird sie ihn wohl wieder begleiten!“

Um sie ein heiterer Streit. Eine Miß hob beschwörend die Hand.

„Oh — dear Mrs. Clarke ... welch häßlicher Gedanke: Sie wollen nicht mit nach Spanien?“

„Wir reisen morgen Abend von Liverpool, um den Indianersommer bei unseren amerikanischen Freunden zu haben. Wir wollen dann bis zur Baumblüte in Japan Halt machen!“

„Wenn Sie Mrs. Isebrink schreiben!“ sagte Schjelting mit einem sonderbaren Lächeln, „dann grüßen Sie sie von mir! Es ist ihr nicht gelungen, mich in München verhaften zu lassen. Sie tat ihr Bestes.“

Es sollte nur blasiert und ironisch klingen, aber er fühlte, daß auch auf seinem angegriffenen und abgezehrten Gesicht Etwas von dem leidenden Ausdruck seiner Nachbarin lag. Man litt unter diesem ewig heiteren Volk dieser fröhlichen alten Insel. Er dachte sich: Wenn ich der Mann dieser Deutschen a. D. wäre, so würde mich die Starrheit ihrer Mienen besorgt machen. Aber er, dieser Oxforder Professor, sitzt da unten mit seinem glattrasierten, schwammigen Chinesengesicht und der goldenen Brille und glänzt von Wohlwollen und guter Laune.

Ein Aufschrei:

„Oh — das wäre schimpflich!“