„Immerhin: die preußische Armee!“
„Hat man seit fünfzig Jahren von ihr gehört?“
„Aber sie ist da!“
„Wo blieb sie, als wir in Rußland nach dem Japaner-Krieg fast wehrlos waren?“ sagte Nicolai Schjelting nachlässig. „Nichts rührte sich an unserer Grenze!“
„Und ebensowenig bei uns, als wir im Burenkrieg feststaken!“ sprach der Brite in eisiger Ruhe. Der General de Rigolet pflichtete bei:
„Auch wir hatten Euch damals noch nicht zu Freunden! Auch unsere Ostgrenze war schwer bedroht!“
„Das Schwert Hermanns des Cheruskers aber blieb in der Scheide!“ Schjelting stand auf. Die Funken seines Asiatenwillens sprühten von ihm auf die Andern über. Die Augen ringsum leuchteten. Er lachte. „Vertraut auf das Heilige Rußland, Messieurs und Gentlemen! Diesmal saufen wir nicht! Diesmal stehlen wir nicht. Es wird ein Kreuzzug. Wir nahen zu Millionen, wie das jüngste Gericht!“
Draußen flatterten im Frühlingswind die blau-weiß-roten, die schwarz-weiß-gelben Fahnen, das rot-weiße Doppelkreuz im blauen Feld, dazwischen, als Gäste von jenseits des Ozeans, die dreizehn Streifen und achtundvierzig Sterne. Sie bauschten und blähten sich ineinander. Ein heißes Fieber wehte aus ihren Falten.
„Wann kommt Ihr Russen... Hand auf’s Herz?“