„Sicherlich!“ sprach der alte fromme Petroleum-Jobber gegenüber von Schjelting. Die belgische Grenze! War denn Belgien wirklich ein Land? Eine Miß erkundigte sich. Es war doch wohl zu klein. Es gehörte sicher noch zu Frankreich. Der Londoner Generalstabshauptmann belehrte sie: dies hier war das große Kriegstheater Europas. Hier umging man Rhein und Alpen. Der Weg durch Belgien war ein gutes Ding, wenn England auf dem Kontinent Ordnung schaffte.
„Und wann werden Sie ihn gehen?“
„Ich schätze: bald!“
Nicolai Schjelting blätterte in „Die Teilung Deutschlands“. Auf der Landkarte des Umschlags war Köln bereits holländisch. Frankreich erstreckte sich bis Frankfurt a. Main. Alles östlich der Elbe war in Rußland, Bayern und Württemberg in Österreich aufgegangen. Schweden hatte seine Hand auf die Ostseeküste, Dänemark auf Schleswig-Holstein, England auf Hannover gelegt. Es war Alles in Ordnung. Die Yankees wunderten sich. Aber was ein Engländer bestätigte, war doch wahr. Nur der gebräunte jüngere Herr mit dem Strohhut frug:
„Und was werden denn die Deutschen selbst zu der Bescherung sagen?“
„Die Geschäftsmänner, die Farmer, der Mann auf der Straße werden froh sein, daß man sie befreit.“
Im Abenddämmern dehnte sich fern zur Rechten eine weite Ebene. Das Schlachtfeld von Waterloo. Davon hatten sogar die Misses gehört. Waren da nicht die Preußen gekommen?
„Wir werden ihnen kommen!“ sagte Nicholson zwischen den Zähnen. Schjelting lachte.
„Die Deutschen werden sich an der französischen Grenze verbeißen. Inzwischen rücken ihnen diese tapferen Briten unversehens durch Belgien in die Flanke!“
Man war in Brüssel und verabschiedete sich von den Amerikanern. Ihr Landsmann in Grau grüßte lächelnd und ging.