„Statt daß Du auf meinen Gütern bist...“

Sie machte eine Gebärde des Abscheus. Diese Güter, irgendwo fern hinter Moskau, am Ende der Welt, Sumpf, Weide, Birkenwald, in dem noch Wölfe und Bären hausten, flößten ihr Entsetzen ein... Man war da wie in Sibirien, nach diesem vergnüglichen, lebenslustigen Belgien.

„Du bringst mich höchstens einmal im Winter nach Petersburg!“ sagte sie. „Oh, ich bete diese Muschiks an! Es ist jetzt Stil in Paris!“

Er verzog spöttisch die Lippen bei dem Gedanken: dies verzärtelte, schillernde und schimmernde, parfümierte Geschöpf neben einem dieser fuseldünstenden, wildmähnigen ehemaligen Leibeigenen. Sein Lächeln reizte nun wieder sie. Es ging bei ihnen immer reihum. Sie fuhr auf.

„Wünsche wird man doch noch aussprechen dürfen. Erfüllt werden sie Einem ja doch nie!“

„Wie das?“

„Andere Männer führen ihre Frauen aus. Du reist in der Welt herum. Ich sitze inzwischen als Strohwittwe bei meinen Eltern!“

„Ich habe wichtige Dinge zu tun!“

„Und wer hat den Lohn davon? Du nicht! Sie nutzen Dich aus! Deine Großfürsten! Deine Montenegrinerinnen. Alle Deine Russen.“

„Das verstehst Du nicht!“