Wie richtig mein Urteil bezüglich des Kopfleidens war, bewies der Erfolg. In zirka sechs Wochen erfreute sich der ganze Körper des besten Wohlseins. Auch das gefürchtete Stirnleiden brachte die 7 Uhr-Stunde nie wieder. Dessen Heilung hat das Wasser (wie gesagt, ohne jede Anwendung auf diese Stelle) bei Heilung des Gesamtkörpers umsonst obendrein gegeben.
Kopfleiden.
„Seit 6–7 Jahren,“ so berichtet ein Herr, „leide ich mehrere Wochen an einem Kopfweh, das mir die Erfüllung meines Berufes recht hart und oft unmöglich macht. Es verschwand mir oft aller Mut und alle Lebensfreude. Ich habe einen Druck in dem Kopf und das Gefühl, als ob etwas in einer Flüssigkeit umherschwämme. Jeder feste Fußtritt bewirkt neue Schmerzen im Kopf. Wenn ich durch Gehen oder Arbeiten warm werde, ist’s mir ungefähr, wie es einem recht Betrunkenen sein mag. Achtmal hatte ich schon Nierensteinkolik. Zwölf Ärzte, die ich wegen meiner Rückenschmerzen zu verschiedenen Zeiten konsultierte, haben das Übel nicht erkannt. Nur ein einziger hat mir etwas Hilfe bringen können. Nierenschmerzen bekomme ich, wenn ich etwas Saures esse, oder wenn sich zu viel Gase anhäufen; wenn ich länger gehe und warm werde, wenn ich länger sitze oder stehe, spüre ich das Übel gleich. Bald fühle ich eine Feuerhitze im ganzen Körper, und bald darauf bin ich durch und durch voll Frost. Der Sommer ist mir immer härter als der Winter. Früher habe ich viel an Schlafsucht gelitten. Gesund war ich, sehr kräftig, stark und gut gebaut. Ich glaube, daß man kaum noch elender sein kann, als ich zwanzig Jahre hindurch gewesen bin. Ich war auch schon einmal in Königstein in der Heilanstalt, bekam wohl Erleichterung, aber nicht Heilung.“
Die Anwendungen waren: 1) Täglich zweimal Oberguß, 2) Täglich im Wasser gehen und Knieguß. In der Woche drei- bis fünfmal Rückenguß, öfter Sitzbad, besonders fleißig die Abhärtungsmittel: im Gras und auf Steinen gehen, Tee trinken von Wacholderbeeren, Hagebutten, Zinnkraut, aber nur zeitweilig, täglich zwei Tassen.
Innerhalb vier Wochen war er gesund, und jetzt nach einem halben Jahre kann man sagen, er besitze die volle Gesundheit und auch die vollste Kraft, geistig und körperlich.
Ein Mann erzählt: „Ich bin 35 Jahre alt, habe beständig Kopfweh und manchmal eine solche Schwäche, daß ich es fast gar nicht aushalten kann. Auf der Brust habe ich meistens Schmerzen, gerade so auf dem Rücken. Am schmerzlichsten ist mir das Genick, wo ein beständiges krampfhaftes Zusammenziehen ist. Ganz auffallend ist, daß mir die Haare massenhaft vom Kopfe fallen; wenn es noch ein halbes Jahr so fortgeht, dann habe ich kein Haar mehr auf dem Kopfe. Füße und Hände sind meistens ganz kalt. Appetit habe ich gar keinen.“
Anwendungen: 1) Dreimal in der Woche ein nasses Hemd anziehen, in Salzwasser getaucht. 2) Dreimal in der Woche während der Nacht den ganzen Körper waschen. 3) Täglich eine Messerspitze voll weißes Pulver einnehmen.
Nach zwei Monaten zeigte sich dieser Mann und erklärte, daß er jetzt vollständig gesund sei; er verspüre nur da noch Nachwehen, wo er die ärgsten Leiden gehabt habe. Sein Körpergewicht hatte um 10 Pfund zugenommen.
Zwei Herren, Musiker von Beruf, erzählen folgendes: „Wir haben beide ein Leiden: Kopfweh beständig, manchmal fast unausstehlich, Schlaf ganz wenig und unruhig. Kongestionen und Schwindel belästigen uns fast zum Verzweifeln. Füße und Hände sind ganz kalt. Wir sind fast unfähig zu unserm Berufe.“ Beide waren über fünfzig Jahre alt.
Zwölf Tage hindurch gebrauchten diese beiden Leidensgefährten folgendes: Durch 6 Tage täglich zweimal Oberguß und zweimal Knieguß; die folgenden 6 Tage abwechselnd den einen Tag ein Halbbad, den andern Tag einen Rückenguß; außerdem einmal wöchentlich je einen Kopfdampf. Nach diesen 12 Tagen waren beide hergestellt und übernahmen wieder ihren Beruf.