Die Anwendungen waren folgende:

1. den einen Tag ein Oberguß und Knieguß vormittags, Rückenguß und Wassergehen nachmittags;

2. den andern Tag vormittags Rückenguß, später Wassertreten, nachmittags wieder Rückenguß und später Knieguß;

3. am dritten Tage vormittags ein Oberguß und Knieguß, nachmittags Ganzguß, später Halbbad.

Der Patient, weil kräftig und stark, erhielt täglich vier Anwendungen.

Krämpfe.

Ich wurde zu einer Kranken gerufen; diese zitterte am ganzen Körper, und es warf sie im Bette bald in die Höhe, bald rechts, bald links; die Kranke selber konnte nicht reden; ihre Mutter erzählte:

„Meine Tochter hat stets schreckliche Kopfschmerzen, ein arges Drücken auf der Brust und in der Magengegend; Hände und Füße sind stets eiskalt und naß von einem schmierigen Schweiß; meine Tochter ist drei Vierteljahre verheiratet; zehn Wochen lang war sie ganz gesund; dann haben diese Zustände im kleinen begonnen und sich bis auf diese Höhe gesteigert; essen kann sie nichts oder höchstens einige Löffel voll leere Fleischsuppe oder Kaffee. Alles, was sie von Ärzten eingenommen, und auch Einspritzungen, und was man zu einem gezwungenen Schlaf angewendet, hat den Zustand nur noch mehr verschlimmert.“

Dieser Kranken gab ich folgenden Rat:

Täglich zweimal die Füße ins kalte Wasser bis über die Waden und nebenzu die Füße abwaschen mit Schwamm oder Handtuch; gleich darauf die Hände ins kalte Wasser bis an die Achseln eine Minute lang, und nebenzu auch die Hände waschen; Hände und Füße sollen dann unter die warme Bettdecke kommen; jeden Morgen und jeden Nachmittag soll die Kranke ungefähr zwölf Kamillen-Tropfen (siehe [Apotheke]) in 6–8 Löffel voll warmen Wassers einnehmen. Als Nahrung soll sie von Zeit zu Zeit 3–4 Löffel voll Milch essen oder Malzkaffee trinken; besonders empfiehlt es sich, mit Milch und Malzkaffee zu wechseln.