Beim Fieber zeigen die sich steigernde Hitze und die damit verbundene Bangigkeit stets selber die Zeit der jedesmaligen Wiederholung der Waschung an, die unter Umständen jede halbe Stunde geschehen kann.

Viele Krankheiten, wie Katarrh, Schleimfieber, Blattern, Typhus und andere, habe ich durch die Ganzwaschungen allein geheilt.

Bei schwächlichen Naturen verwende ich zur Waschung statt des Wassers sehr oft den Essig (mit Wasser verdünnt). Abgesehen davon, daß er gründlicher die Haut reinigt, die Poren öffnet, kräftigt, stählt er auch.

Gar oft bekommt man zu hören, daß Waschungen mit Wein, Spiritus (den Essig nehme ich aus) usw. ganz außerordentliche Wirkung hervorbringen sollen. Ich habe solche Waschungen recht oft probierend und forschend vorgenommen, bin aber über das Niveau (Bereich) der ordentlichen, manchmal der recht mittelmäßigen Wirkung nie hinausgekommen. Manchmal hat mich ein Versuch ohne jeglichen Erfolg gelassen.

Vor Jahren galt der Franzbranntwein als unübertreffliches Waschungsmittel; tausende von Flaschen wurden verkauft und gekauft. Die Sache ruhte dann einige Jahre und erst seit den letzten Jahren macht dieser Geist wieder in der ganzen Welt die Runde.

Derlei Mittel kamen und verschwanden zu verschiedenen Zeiten wie die Kometen. Sie ziehen oft einen großen Schweif nach sich, dann aber verschwinden sie für immer. Es sind nicht die regulären, die gewohnten Sterne, die allnächtlich auftauchen und ruhig aber ohne Unterbrechung und ohne Aufhören leuchten. Mit letzteren möchte ich das Wasser vergleichen. Es wirkt, und seine Anwendungen werden bleiben, wenn derlei „außerordentliche“ Strömungen längst aufgehört haben zu fließen, zum Teil, weil sie die Probe nicht bestanden.

Ich wünschte nur recht lebhaft, daß das Wasser sich allgemein Bahn bräche, besonders in die Kreise hinein, die zu seiner nutz- und segensvollen Verbreitung und Anwendung alles tun könnten.

2. Die Teilwaschung

betrifft nicht den ganzen Körper, sondern einen Teil desselben.