Da eilten die Sklaven herbei, einige hatten die Hände voll Geschmeide, andre hielten Schalen voll Perlen, wieder andre schleppten Säcke mit Goldmünzen.
Der Kaiser wendete sich an den Sklaven, der die Pforte bewachte und sagte: „Dies alles soll ihm gehören, wenn er Tiberius beisteht. Damit kann er allen Armen der Erde Reichtum schenken.“
Aber der Türhüter neigte sich noch tiefer denn zuvor und sagte: „Herr, zürne deinem Diener nicht, aber dein Verlangen kann nicht erfüllt werden.“
Da winkte der Kaiser noch einmal seinen Sklaven, und ein paar von ihnen eilten mit einem reich bestickten Gewande herbei, auf dem ein Brustschild aus Juwelen erglänzte.
Und der Kaiser sprach zu dem Sklaven: „Sieh hier: was ich ihm biete, ist die Macht über das Judenland. Er soll sein Volk als der höchste Richter lenken. Möge er mir nur zuerst folgen und Tiberius heilen.“
Aber der Sklave neigte sich noch tiefer zur Erde und sagte: „Herr, es steht nicht in meiner Macht, dir zu helfen!“
Da winkte der Kaiser noch einmal, und seine Sklaven eilten mit einem goldenen Stirnreif und einem Purpurmantel herbei.
„Sieh,“ sagte er, „dies ist des Kaisers Wille: er gelobt, ihn zu seinem Erben zu ernennen und ihm die Herrschaft über die Welt zu geben. Er soll die Macht haben, die ganze Erde nach dem Willen seines Gottes zu regieren. Möge er zuerst nur seine Hand ausstrecken und Tiberius heilen!“
Da warf sich der Sklave vor den Füßen des Kaisers zu Boden und sagte mit wehklagender Stimme: „Herr, es steht nicht in meiner Macht, dir zu gehorchen. Er, den du suchst, ist nicht mehr. Pilatus hat ihn getötet.“