»Ja, das frage ich auch«, sagte Beerencreutz. »Darf ich mir die Frage erlauben, was es zu bedeuten hat, daß Graf Henrik Dohnas Gemahlin nicht mit Gösta Berling tanzen will?«

Der Graf wandte sich fragend an seine Gattin.

»Ich konnte nicht, Henrik«, rief sie aus. »Ich konnte weder mit ihm, noch mit einem von den anderen tanzen. Ich dachte an die Majorin, die sie im Gefängnis verschmachten ließen.«

Der kleine Graf richtete seinen steifen Körper stramm auf und warf seinen Greisenkopf in den Nacken.

»Wir Kavaliere«, sagte Beerencreutz, »gestatten niemand, uns zu verhöhnen. Wer nicht mit uns tanzen will, muß mit uns fahren. Es ist der Gräfin kein Schaden zugefügt, und damit mag die Sache ein Ende haben.«

»Nein,« sagte der Graf, »damit hat sie kein Ende. Ich muß für die Handlungen meiner Gattin einstehen. Jetzt frage ich, weshalb sich Gösta Berling nicht an mich wandte, um von mir Satisfaktion zu erlangen, als meine Frau ihn beleidigt hatte.«

Beerencreutz lächelte.

»Ich frage ...« wiederholte der Graf.

»Man bittet den Fuchs nicht um Erlaubnis, wenn man ihm das Fell abziehen will«, sagte Beerencreutz.

Der Graf legte die Hand auf seine schmale Brust.