»Was soll jetzt aus Ihnen werden, Frau Gräfin?« sagte er.
Sie erhob ernsthaft die Finger und zeigte gen Himmel.
»Wenn Frau Gräfin in Not geraten sollten ...« Er konnte nicht sprechen. Die Stimme versagte ihm, aber sie verstand ihn.
»Ich werde Sie es wissen lassen, wenn ich Ihrer bedarf.«
»Ich möchte Sie so gern vor allem Bösen beschirmen«, sagte er.
Sie reichte ihm ihre Hand zum Abschied, und er war nicht imstande, mehr zu sagen. Kalt und schlaff lag ihre Hand in der seinen.
Die Gräfin hatte nur Sinn für diese inneren Stimmen, die sie zwangen, unter fremde Menschen zu gehen. Sie wußte wohl kaum, daß der Mann, den sie jetzt verließ, gerade derjenige war, den sie liebte.
Dann ließ er sie gehen und ruderte wieder zu den Kavalieren zurück. Als er auf den Prahm zurückkam, zitterte er vor Müdigkeit und sah ganz erschöpft und kraftlos aus. Es schien ihm, daß er soeben die schwerste Arbeit seines ganzen Lebens vollbracht hatte.
Noch einige Tage hielt er den Mut aufrecht, bis Ekebys Ehre gerettet war. Er brachte das Eisen auf die Wage nach dem Kannikenäs, dann war es für lange Zeit vorbei mit seinen Kräften und seinem Lebensmut.
Die Kavaliere bemerkten die Veränderung nicht, solange sie sich an Bord befanden. Er spannte jeden Nerv an und hielt die Munterkeit und die Sorglosigkeit aufrecht, um Ekebys Ehre zu retten. Wie hätte ihnen