Er war jetzt auch gelandet, und er ward zornig, als er die Übereiltheit der Bauern sah. Er wollte die Kartoffeln als Nahrungsmittel und den Roggen zur Aussaat verteilen; er hatte gar nicht daran gedacht, um Malz zu bitten.

Er rief ihnen zu, die Säcke liegen zu lassen, sie aber gehorchten ihm nicht.

»So möge euch denn der Roggen zu Sand und die Kartoffeln zu Stein in euren Hälsen werden!« rief er, denn er war sehr erbittert, daß sie ihm das Korn wegrissen.

Im selben Augenblick sah es aus, als wenn Hauptmann Lennart ein Wunder getan habe. Zwei Frauen, die sich um einen Beutel zankten, rissen ein Loch hinein und bekamen nichts als Sand. Die Männer, die die

Kartoffelsäcke trugen, merkten, daß sie so schwer waren, als seien sie mit Steinen gefüllt.

Es war alles Sand und Steine, nichts als Sand und Steine. Die Leute standen in stillem Entsetzen über diesen Mann Gottes, der zu ihnen gekommen war. Hauptmann Lennart selber stand einen Augenblick starr vor Staunen da. Der starke Måns aber lachte.

»Rudere du heim, Mann,« sagte Hauptmann Lennart, »ehe den Bauern klar wird, daß niemals etwas anderes als Sand in den Säcken gewesen ist, sonst fürchte ich, daß sie dein Boot in den Grund bohren.«

»Ich bin nicht bange«, sagte der Knecht.

»Rudere aber doch nur lieber nach Hause«, sagte Hauptmann Lennart in so bestimmtem Ton, daß er es tat.

Und dann erzählte Hauptmann Lennart den Bauern, daß Sintram sie angeführt habe, wie es sich nun aber verhalten mochte, so wollten sie doch nicht anders glauben, als daß ein Wunder geschehen war. Das Gerücht hierüber verbreitete sich bald, und da die Vorliebe des gewöhnlichen Mannes für das Wunderbare groß ist, so entstand allgemein der Glaube, daß Hauptmann Lennart Wunder tun könne. Dadurch erhielt er eine große Macht über die Bauern, und sie nannten ihn den Gesandten Gottes.