»Es wird doch wohl das beste sein, wenn ich hier sitze.«
Da setzt sich Gösta zu ihm. »Es ist nicht so leicht, Pfarrer zu sein«, sagt er, als er eine Weile dagesessen hat.
»Hier unten läßt es sich doch aushalten, hier, wo Menschen sind«, sagt der Pfarrer. »Es ist weit schlimmer da oben.«
Gösta weiß wohl, was er sagen will. Er kennt diese Gemeinden im nördlichen Wermland, wo sich oft nicht einmal eine Wohnung für den Pfarrer findet, die großen Walddistrikte, wo die Finnen in den Rauchhütten wohnen, die armseligen Gegenden mit ein paar Menschen auf jede Meile, wo der Pfarrer der einzige Gebildete ist. In einer solchen Gemeinde hatte der Brobyer Pfarrer über zwanzig Jahre gewirkt.
»Dahin senden sie uns, wenn wir jung sind«, sagt Gösta. »Es ist unmöglich, das Leben dort zu ertragen. Und dann wird man für immer verdorben. Gar mancher ist dort oben zugrunde gegangen.«
»Dort«, sagt der Pfarrer von Broby, »verdirbt uns die Einsamkeit.«
»Man kommt«, fällt Gösta eifrig ein, »und redet und ermahnt und glaubt, daß alles gut werden kann, daß die Gemeinde bald auf besseren Bahnen wandeln wird.«
»Ja, so ist es!«
»Doch man merkt gar bald, daß Worte nichts nützen. Die Armut steht uns im Wege. Die Armut hindert jegliche Besserung.«
»Die Armut«, wiederholt der Pfarrer. »Die Armut hat mein Leben zerstört.«