»Ich sah ihn deutlich gegen den hellen Himmel. Er hatte seinen langen Wolfspelz an und seine Pelzmütze auf. Jetzt ist er dort im Dunkeln, und ich kann ihn nicht mehr sehen. Sieh, jetzt ist er dort beim Ofen. Er steht dicht neben Christian Bergh, aber Christian scheint ihn nicht zu sehen. Jetzt bückt er sich und wirft etwas ins Feuer. Hu! Wie abscheulich er aussieht. Nehmt euch dort hinten in acht!«
Im selben Augenblick ertönte ein Knall, und die Funken sprangen aus dem Ofen über die Schmiede und ihre Gehilfen. Aber es entstand kein Schade.
»Er will sich rächen!« flüsterte Löwenberg.
»Nein, du bist zu toll,« rief Eberhard aus, »von diesen Sachen solltest du doch nachgerade genug haben!«
»So etwas kann man denken und wünschen, aber was hilft das? Siehst du nicht, er steht dort am Balken und grinst über uns. Aber, so wahr ich lebe, ich glaube wirklich, daß er den Hammer löst!«
Er sprang auf und riß Eberhard mit sich. Unmittelbar darauf schlug der Hammer dröhnend auf den Amboß nieder. Es war nur eine Krampe, die sich gelöst hatte,
Eberhard und Löwenberg aber waren nur mit genauer Not dem Tode entgangen.
»Siehst du wohl, daß er keine Macht über uns hat?« triumphierte Löwenberg; »aber rächen will er sich, das ist klar.«
Und er rief Gösta Berling zu: »Geh du zu den Frauen hinauf, Gösta. Vielleicht zeigt er sich denen auch. Sie sind nicht so daran gewöhnt, dergleichen zu sehen wie ich, sie könnten leicht bange werden. Und nimm dich in acht, Gösta; denn er ist dir nicht gewogen, und vielleicht hat er des Gelübdes wegen Macht über dich. Wer kann das wissen?«
Später erfuhr man, daß Löwenberg recht gehabt hatte und daß Sintram in der Christnacht gestorben war. Einige wollten wissen, daß er sich im Gefängnis erhängt habe. Andere glaubten, die Diener der Gerechtigkeit hätten ihn ganz im stillen vom Leben zum Tode befördert; denn die Untersuchung schien zu seinen Gunsten auszufallen, und es ging ja nicht an, ihn wieder die Herrschaft über die Harde gewinnen zu lassen. Wiederum andere behaupteten, ein gewisser finsterer Herr sei mit einem schwarzen Wagen und mit schwarzen Pferden gekommen, um ihn aus dem Gefängnis zu holen, und Löwenberg war nicht der einzige, der ihn in der Christnacht sah. Auch in Fors ward er gesehen und in Ulrika Dillners Träumen. Mehr als einer sagte, daß er sich ihm gezeigt hätte, bis Ulrika Dillner seine Leiche nach dem Broer Kirchhof überführte. Sie ließ auch das böse Gesinde von Fors vertreiben und führte ein christliches Regiment ein. Jetzt spukt es dort nicht mehr.