Als die Kavaliere aus der Schmiede zurückkehrten, vernahmen sie die Kunde vom Tode der Majorin.
»Hörte sie den Hammer?« fragten sie. Den hat sie gehört, und damit mußten sie sich begnügen.
Sie erfuhren später, daß sie die Absicht gehabt hatte, ihnen Ekeby zu vermachen, daß aber das Testament niemals geschrieben wurde. Das betrachteten sie als große Ehre und taten sich bis an ihr Lebensende etwas darauf zugute. Niemand aber hörte sie jemals über die Reichtümer klagen, die ihnen verloren gegangen waren.
Man erzählt auch, daß Gösta Berling in dieser Christnacht an der Seite seiner jungen Gattin stand und seine letzte Rede an die Kavaliere hielt. Er war betrübt über
ihr Schicksal, da sie nun alle aus Ekeby fort mußten. Die Gebrechen des Alters harrten ihrer. Wer alt und griesgrämig ist, dem wird nur ein kühler Empfang zuteil, wohin er auch kommen mag. Der arme Kavalier, der sich bei Bauern in Kost geben muß, hat keine frohen Tage: von Freunden und Abenteuern getrennt, welkt er in Einsamkeit dahin.
So sprach er zu ihnen, den Sorglosen, die der Wechsel des Glückes abgehärtet hatte. Noch einmal nannte er sie alte Götter und Rittersleute, die gekommen waren, um Freude einzuführen in das Eisenland und in die eiserne Zeit. Aber er klagte, daß der Garten, in dem die schmetterlingbeschwingte Freude schwärmt, von den zerstörenden Larven heimgesucht werde, so daß ihre Früchte zugrunde gehen.
Wohl wisse er, daß die Freude ein kostbares Gut sei für die Kinder dieser Erde und daß sie unentbehrlich wäre. Aber gleich einem schweren Rätsel laste stets die Frage auf der Welt, wie der Mensch gut und glücklich zugleich sein könne. Das sei das Leichteste und zugleich das Schwerste in der Welt, sagte er. Auch sie hätten dies Rätsel bisher nicht lösen können. Jetzt aber glaubte er, daß sie es gelernt hätten, die Lösung zu finden, daß sie alle es gelernt hätten in diesem Jahre der Freude und der Not, des Glückes und der Sorgen!
Ach, ihr guten Herren Kavaliere, auch für mich liegt die Bitterkeit des Abschiedes über diesem Augenblick! Es ist die letzte Nacht, die wir zusammen durchwacht haben. Ich soll das muntere Lachen und die fröhlichen Lieder nicht mehr hören. Ich soll mich jetzt von Euch trennen