»Es kann ja sein, daß Pastor Liljecrona an jenem Tag nicht um dich anhielt; aber du scheinst über seine Gefühle

nicht im Zweifel gewesen zu sein. Sonst hättest du doch keinen solchen Brief schreiben ...«

Aber hier unterbrach Maja Lisa ihren Vater ohne alle Umstände.

»Herr Vater,« sagte sie, »ich habe nicht an Pastor Liljecrona geschrieben. Wenn die Frau Pastor das sagt ...«

»Von einem Brief an Pastor Liljecrona ist durchaus nicht die Rede, sondern von dem Billett an seine Haushälterin.«

»Ach so, an die Haushälterin!« entgegnete Maja Lisa, und ihre Stimme klang jetzt ebenso zornig und verächtlich wie die ihres Vaters. »Ach so, der Herr Vater hat erfahren, daß ich an sie geschrieben habe! Dann habe ich sie wohl gebeten, mir Pastor Liljecrona abzutreten?«

Der Vater sah sie kalt an. »Du weißt also doch, was du geschrieben hast«, sagte er.

Aber jetzt war die Pfarrerstochter ernstlich böse. Sie dachte nicht mehr daran, den Vater zu schonen, sondern nur noch, wie sie sich selbst rechtfertigen könnte, und nun mußte sie wissen, wie alles zusammenhing.

»Saget, Herr Vater, steht mein Name unter dem Brief?« fragte sie.

»Nein, es steht kein Name unter dem Brief, aber er ist von deiner Tante in Svansskog nach Finnerud geschickt worden, mit dem Bescheid, er sei von Lövdala gekommen und solle Pastor Liljecronas Haushälterin zugestellt werden.«