»Ja, ganz recht, so ist es«, sagte er. »Ich bin auch einer, dem der Himmel verschlossen ist.«
Zugleich schlug er die Hände vors Gesicht und schluchzte laut.
Es war herzzerreißend; und Maja Lisa hätte gern ihr Leben hingegeben, um die Qual, die ihn marterte, zu lindern.
»Was ist dir? Was ist dir?« fragte sie. »Hast du etwas Böses getan? Hast du ohne deine Absicht jemand umgebracht?«
Sie verstummte jäh. Dies war ja das Schlimmste, was sie hätte sagen können!
Er nahm die Hände vom Gesicht und streckte die geballten Fäuste aus.
»Ich bin ein Mörder, ich weiß es. Eine Zeitlang hab’ ich es jede Nacht aufs neue durchgemacht. Ich spielte ihr den Todestanz, und sie tanzte, bis sie tot umfiel. Man sieht es mir wohl an, was ich für einer bin.«
Maja Lisa konnte nichts entgegnen; es war gewiß am besten, sie ließ ihn ausreden, nachdem er nun im Zug war.
»Im letzten Winter hab’ ich ihr nicht mehr vorgespielt. Deshalb hab’ ich es gewagt, um dich zu freien, Maja Lisa. Ich glaubte, sie wolle es. Aber sie war es nicht, die es wollte, nein, nur ich selbst hab’ es gewollt.«
Zu sprechen wagte Maja Lisa nicht; aber sie streckte die Hand aus, um sie ihm auf die Stirne zu legen und ihn zu beruhigen. Er aber fuhr zurück, bis er außer dem Bereich ihrer Hand war.