Und wirklich – trug dieser Fremde nicht einen Rock aus schwarzem Schaffell mit einem Ledergürtel um den Leib! Die Pfarrerstochter wußte nicht recht, ob sie zu ihm hingehen und sich bedanken sollte; aber jedenfalls fand sie keine Gelegenheit mehr dazu, denn jetzt brach die Gesellschaft auf und verabschiedete sich. Maja Lisa dankte allen für ihr Kommen, half ihnen in die Mäntel hinein, ging mit ihnen hinaus und winkte ihnen dann noch von der Freitreppe aus zu.

Als sie darauf wieder eintrat, erschrak sie doch ein wenig, als sie den großen fremden Mann noch mitten im Saal stehen sah.

Aber sie fand bald eine Erklärung, warum er zurückgeblieben war. Er wollte wohl wissen, wann er den Speziestaler, den er ihr geliehen hatte, wiederbekommen könnte. Wer weiß, vielleicht hatte er ihn von dem Gelde genommen, das der Verwalter ihm zum Bezahlen des Heus mitgegeben hatte!

Offenbar hätte er indes am liebsten ganz abgeleugnet, was er getan hatte. Und als die Pfarrerstochter darauf bestand, äußerte er, es sei nicht der Mühe wert, davon zu reden.

Aber sie konnte doch wirklich nicht einen ganzen Speziestaler von einem Fremden annehmen. Deshalb sagte sie, gleich morgen werde sie ihren Vater um das Geld bitten und es nach dem Hochzeitshaus schicken, damit er das Heu bezahlen könne.

Da flog ein gütiges Lächeln wie heller Sonnenschein über sein Gesicht.

Er sagte, sie solle es nur ganz so einrichten, wie es ihr am besten passe, er habe Geld genug und könne auch ohne den Speziestaler auskommen.

Die Pfarrerstochter sah ihn fragend an.

Ach so, fuhr er fort, sie meine wohl, er sei wegen des Geldes zurückgeblieben?

Ja, warum denn sonst?