Wieder erklang das Echo der Schatten, jubelnd wie ein Jagdlied im Walde, wie der Ruf einer frohen Kinderschar: „Gesegnet sei ihr Angedenken!“

Darauf wallten die Toten aus der Kirche, und Mamsell Friederike trocknete sich eine Träne aus dem Augenwinkel.

„Ich gehe nicht mit heim,“ sagte ihre tote Schwester. „Willst du nicht auch gleich hierbleiben?“

„Ich möchte wohl, aber ich kann nicht. Da ist ein Buch, das ich zuerst fertig haben muß.“

„Nun dann, gute Nacht, und nimm dich vor dem Ritter auf dem Kirchweg in acht,“ sagte ihre tote Schwester und lächelte schelmisch nach alter Gewohnheit.

Dann fuhr Mamsell Friederike heim. Ganz Årsta schlief noch, und sie ging still in ihr Zimmer, legte sich nieder und schlummerte noch einmal ein.

Einige Stunden später fuhr sie zur wirklichen Frühmette. Sie fuhr im gedeckten Wagen, aber sie ließ das Fenster herab, um die Sterne sehen zu können. Möglich ist es wohl auch, daß sie wie einst nach ihrem Ritter aussah.

Und da war er, da sprengte er zum Wagenfenster heran. Prächtig saß er auf seinem sich bäumenden Roß. Der Purpurmantel flatterte im Winde. Sein bleiches Antlitz war streng, aber schön.

„Willst du mein werden,“ flüsterte er.