Goldauge wußte ihre Worte sehr gut zu setzen und jagte der armen Daunenfein einen großen Schrecken ein.
„Was du da sagst, ist doch wohl nicht dein Ernst!“ rief die kleine Graugans. „Du willst mich nur erschrecken.“
„Ich will nur dein Bestes, Daunenfein,“ sagte Goldauge. „Denn ich könnte mir nichts Schrecklicheres denken, als wenn du mit einem Kormoran fortfliegen würdest. Aber ich will dir etwas sagen. Bring ihn dazu, von diesen Wurzeln hier, die ich für dich gesammelt habe, zu essen. Wenn er verzaubert ist, wird es sich sofort zeigen. Ist dies nicht der Fall, dann bleibt er so, wie er ist.“
Der Junge saß mitten unter den Graugänsen und hörte der Unterhaltung zwischen Akka und dem Gänsevater zu, als plötzlich Daunenfein dahergestürzt kam. „Däumling! Däumling!“ schluchzte sie. „Der Gänserich Martin ist am Sterben. Ich habe ihn umgebracht!“
„Nimm mich auf den Rücken, Daunenfein, und trage mich rasch zu ihm hin!“ rief der Junge.
Die beiden flogen davon, und Akka eilte mit den andern Wildgänsen hinter ihnen her. Als sie bei dem Gänserich ankamen, lag dieser auf dem Boden ausgestreckt. Er konnte kein Wort herausbringen, sondern schnappte nur immer nach Luft.
„Kitzle ihn an der Gurgel und schlage ihn auf den Rücken!“ befahl Akka.
Der Junge tat es; da hustete der große Weiße einige lange Wurzeln heraus, die ihm im Halse stecken geblieben waren.
„Hast du hiervon gegessen?“ fragte Akka und deutete auf die am Boden liegenden Wurzeln.
„Ja,“ antwortete der Gänserich.