„Dann darfst du von Glück sagen, daß sie dir im Halse stecken geblieben sind,“ sagte Akka. „Die Wurzeln sind giftig, und wenn du sie geschluckt hättest, wärest du unrettbar verloren gewesen.“
„Daunenfein sagte, ich solle davon essen,“ sagte der Gänserich.
„Ich habe sie von meiner Schwester bekommen,“ rief Daunenfein und erzählte, wie alles zugegangen war.
„Nimm dich vor deinen Schwestern in acht, Daunenfein,“ sagte Akka. „Sie meinen es nicht gut mit dir.“
Aber Daunenfein hatte ein gar zu gutes Herz, sie konnte niemand etwas Böses zutrauen. Als nun Flügelschön nach einer Weile zu ihr kam und sagte, sie wolle ihr jetzt auch ihren Freier zeigen, ging sie sogleich mit.
„Er ist freilich nicht so schön wie der deinige,“ sagte die Schwester, „aber dafür ist er auch viel tapferer und kühner.“
„Woher weißt du das?“ fragte Daunenfein.
„Das will ich dir sagen. Unter den Möwen und Enten hier herrscht Jammer und Not, weil jeden Morgen bei Tagesanbruch ein großer Raubvogel dahergeflogen kommt und eine von ihnen mitnimmt.“
„Was ist es für ein Vogel?“ fragte Daunenfein.
„Wir wissen es nicht,“ antwortete die Schwester. „Es ist noch nie so einer hier auf der Insel gesehen worden. Merkwürdigerweise hat er noch nie eine Gans angefallen. Da hat sich nun mein Freier entschlossen, morgen mit ihm zu kämpfen und ihn zu verjagen.“