Ich war mit einer Freundin gegangen; wir hatten seltene Pflanzen gefunden; als wir müde waren, setzten wir uns nieder und lasen aus einem Buche.

Wenige Minuten saßen wir, da hörten wir ein Lachen. Da kommt Martha auch, sagte ich zu meiner Freundin; und richtig! — da kam sie und rannte wie ein Reh; hinter ihr her kam aber ihr Begleiter, der deutsche Herr; er wollte sie [haschen], aber er konnte es nicht.

Sie sind schneller, als ich, rief er. Sie [säumte] eine Minute; er wollte sie fassen; aber schnell war sie wieder [entwischt] und er hielt nur ein Band in seiner Hand. — [Sachte], mein Freund, sachte; so schnell fängt man mich nicht, rief sie und lachte in solch' herzlichem Tone.

Er folgte ihr nach. — Ah, sehen Sie? Sie können mich nicht fangen!

Aber ich muß, sagte er.

Wenn ich will, sagte sie; nun wohl, hier will ich halten; ich werde mich auf diese [Schaukel] setzen; sie hängt so schön zwischen diesen großen mächtigen Bäumen.

Schaukeln Sie mich, Herr Doktor, — und sie saß schon, und er schwang sie, daß sie hoch hinauf flog. Es war ein herrliches Bild, wie sie in den Lüften schwebte.

So, das ist genug, rief sie endlich, — sehen Sie? Dort ist eine Quelle, eine Heilquelle, und das Wasser darin ist weit und breit [berühmt]; so sprechend, sprang sie zur Erde und beide gingen zur Quelle.

Was sie sprachen, konnte ich nicht hören; ich sah nur, wie sie dort standen, und wie er dann kniete, — und ich glaubte damals, um Wasser zu schöpfen.

Der Tag endete so froh, wie er begonnen.