Dieser zog sein Schwert und schlug so gewaltig auf den Riesen, daß es durch den ganzen Berg schallte und daß auch der Zwerg Alberich erwachte.
Er rüstete sich und lief an die Thüre und kam in dem Augenblicke, als Siegfried den Riesen band.
Nun begann Siegfried mit Alberich zu kämpfen; er [zupfte] ihn an dem langen Barte, und der Zwerg schrie laut vor Schmerz. — Siegfried band den Zwerg, sowie er den Riesen gebunden hatte.
Wer bist du? rief der Zwerg.
Dein Herr! rief Siegfried. Treuloser Bösewicht, kennst du mich nicht besser? Vor Jahren war ich hier und habe den Berg erobert und dich und alle Nibelungen.
Wahrlich, du bist Siegfried! rief der Zwerg. Und nachdem Siegfried ihn losgebunden hatte, lief er zurück in den Berg, wo die Nibelungen auf ihren Betten lagen, und er rief:
Auf, ihr Helden! Eilt zu Siegfried, Euerm Herrn! — und [im Nu] standen tausend Nibelungen wohlgerüstet da. Alberich führte sie hinaus zu Siegfried.
Siegfried zog mit ihnen ab und kam am nächsten Tage zurück zu seinen Freunden auf der Isenburg. Brunhilde sah die Riesen und [erklärte], sie wäre bereit, mit Gunther zu gehen.
Bald waren alle wieder auf dem Schiffe und auf der Fahrt nach Worms.