Wie der liebliche [Schmetterling] in die glänzende Flamme und ins [Verderben] flattert, so zogen die deutschen Kaiser zu ihrem eignen Unglück nach Rom. Mancher starke Mann fand den Tod in Roms Gefilden.

Während England durch die schirmenden Wogen des deutschen Oceans [geschützt] war und frei und groß und stark wurde, — und während Frankreich lieblich und eins wurde, richteten die deutschen Kaiser ihre Augen auf fremde Länder, auf Böhmen, Italien, Sicilien, Spanien. — Darum hatten Deutschlands Söhne fremde Kriege zu kämpfen auf ihrem eignen [Boden]. Deutschlands blühende [Fluren] wurden zerstampft von den Hufen der [Kriegsrosse]; und Deutschlands Dörfer und Städte wurden niedergebrannt von wilden, fremdländischen [Horden], und die Wohlfahrt wurde vernichtet.


Das Unglück war groß. — Da [erbarmte] sich Gott des geliebten Landes und sandte ihm die Männer vom Hause Hohenzollern.

Herr Meister: Es sind Männer voll Kraft und [Tugend], die von Hohenzollern.

Dr. Albert: So ist es, mein Herr. Klug und stark waren die meisten von ihnen — und sie erkannten ihre Mission. — Mit Energie, mit Kraft und gutem Willen zog der erste Hohenzoller, [Burggraf] Friedrich von Nürnberg, in Brandenburg ein.

Wie die [Raubvögel] aus ihren Nestern aufflattern, so verschwanden die [Raubritter] aus den Burgen, als sie den Donner seiner ersten Kanone hörten.

Sie raubten und [plünderten] nicht mehr und störten nicht mehr friedliche Leute bei ihrer Arbeit. Eine neue Ära begann, und in jener unfruchtbaren, sandigen Fläche im Norden Deutschlands, wo jener erste Friedrich klein begonnen hatte, da erhebt sich heute eine Stadt mit einer Million fleißiger Einwohner, ein Centrum für Kunst und [Wissenschaft], — das Haupt des deutschen Reiches, — Berlin.

Was jener Burg-Graf einst begonnen, was der große Kurfürst und Friedrich der Große fortgesetzt hatten, das hat Kaiser Wilhelm vollendet — durch Bismarck.

Martha Meister: Ich denke es mir so schön, Kaiser Wilhelm und Bismarck, — den ehrwürdigen Monarchen und den mächtigen Denker und [Schöpfer] zu sehen.