Und zuletzt kam sie an den Fuß des Berges und nach Eisenach. In der Stadt, wo sie einst Gaben gespendet, mußte sie nun selbst um milde Gaben bitten; doch niemand wollte der Unglücklichen ein [Obdach] [gewähren]; und still ertrug sie die Not um ihres Heilands willen, der so viel mehr gelitten hatte für die Menschheit; — und sie ertrug alles mit Geduld, bis sich der Landgraf ihrer wieder [erbarmte] und sie zurückrief; aber sie wollte nicht mehr zurück in die Burg.
Deutschlands großer Kaiser, Friedrich II., flehte sie an, daß sie seine Gemahlin würde; — aber ihr Herz gehörte dem einen, der nicht mehr bei ihr war; ihm wollte sie treu bleiben.
Eines nur hatte sie erbeten für sich: Das Gnaden-Brot bis an ihr Ende, und da gab man ihr die Stadt Marburg. Hier lebte sie im Kloster als Nonne, überall [Segen] verbreitend bis eines Tages ihr Wunsch erfüllt war.
Ihr Geist war zu ihm hinüber gegangen in jene selige Welt.
Vierundzwanzig Jahre war sie alt, da lag sie im Sarge, wie ein Engel zu schauen.
Der Kaiser selbst und die Edelsten des Reiches trugen den [Sarg] zu Grabe.
Wie damals, so spricht man noch heute im Thüringer-Lande von der heiligen Elisabeth.
Martha Parks: Ich höre Dir so gerne zu, Martha; Du auch, Albert?
Dr. Albert: Ja, Schwester, mir geht es wie Dir.
Herr Meister: Es ist schade, daß Louis es nicht gehört hat. Er hat großes Interesse für solche Erzählungen.