Einmal war der junge Prinz im Walde. Er selbst hatte sich einen kleinen Bogen gemacht und schoß. Da sah er etwas, das hatte er noch nicht gesehen. Drei Ritter mit silbernen Rüstungen und silbernen Helmen zu Pferde kamen im vollen Sonnenschein des Tages durch den Wald. Herzeloidens Sohn fiel (ich falle, ich fiel, ich bin gefallen) auf die Kniee und rief: »O, hilf mir, guter Gott!« — denn er glaubte (= dachte), die Ritter wären Gott. Die Ritter aber lachten und sagten: »Wir sind nicht Gott, o, nein, nein, — wir sind Menschen; ja Menschen, wie du ein Mensch bist. Wir sind Ritter. Das sind unsere Schwerter, dieses unsere Lanzen, und hier, sieh, sind unsere Rüstungen.« Sie sagten ihm noch vieles, vieles von allem dem, was ein guter Ritter thun muß, und dann ritten sie weiter in den Wald. Da rannte (ich renne, ich rannte, ich bin gerannt) der Sohn zur Mutter und sagte: »Mutter, ich gehe vom Hause und werde ein Ritter. Gieb (geben) mir ein Pferd, liebe Mutter! Gieb mir ein Schwert!« Aber die Mutter sagte: »O, gehe nicht von mir, mein Sohn, ich habe nur dich allein, mein Kind (= Sohn), o, bleibe bei mir!« »Mutter, ich kann nicht, ich muß in die Welt, ich muß ein Ritter werden.« Und er ging — und kam in die Welt. Er sah vieles und lernte vieles und that viel Gutes und half den guten Frauen und allen Schwachen (schwach = nicht stark); kam auch zu König Arthur und seinen Rittern. Und er wurde (ich werde, ich wurde, ich bin geworden) ein König und ein Ritter, gut und brav.


Bella: Herr Meister, ist es schon ein Uhr?

Herr Meister: Ich kann es Ihnen nicht sagen. Meine Uhr ist beim Uhrmacher. Wie viel Uhr haben Sie, Louis?

Louis: Es ist zehn Minuten vor zwei.

Herr Meister: So spät? Zehn Minuten vor zwei? Ah, ich vergesse die Zeit, wenn ich von Eschenbachs »Parzival« sprechen will. Und ich habe Ihnen noch so viel zu sagen! Adieu, meine Freunde!

Alle: Adieu, Herr Meister!