[(202)] Auf Grund eines Ausspruches von Mozart über die Art seiner Produktion sieht Du Prel »das Geheimnis musikalischer Konzeption in der Verdichtung von Gehörsvorstellungen« (Phil. d. Mystik, p. 89). Neuerdings hat Hans Thoma versucht, auch das Schaffen des Malers aus einem dem Traumzustand verwandten »inneren« Schauen zu verstehen: ». . . Es tritt hier das ein, was man beim künstlerischen Schaffen als das Unbewußte bezeichnet, das der Grund ist des großen Zaubers, den die Unerklärlichkeit der hohen Kunstwerke ausübt. Auch der Schaffende hat keine Erklärung, weil etwas mit ihm geschehen, das von einem geheimnisvollen Wirken der Natur aus sein Schaffen geleitet hat, daß er doch bei aller verstandesmäßigen Findigkeit in bezug auf sein Material und Handwerk wie in einem Traumzustand schaffen konnte.«

[(203)] Vgl Rank: Die Nacktheit in Sage und Dichtung. »Imago« II, 1913.

[(204)] Das kürzlich erschienene Buch von Erich Wulffen: »Shakespeares Hamlet ein Sexualproblem« (Berlin 1913) kommt als mißverständliche Verflachung der psychoanalytischen Auffassung hier nicht in Betracht.

[(205)] Nach L. v. Schröders Übers. in »Mysterium und Mimus im Rigveda«, p. 260.

[(206)] »Das Zeitalter des Sonnengottes«. Berlin 1904, p. 338 f.

[(207)] Griech. Mythol. u. Relig. Gesch. Bd. II (München 1906), S. 1415 ff.

[(208)] Ähnlich träumt die mit Paris schwangere Hekuba, sie bringe ein brennendes Scheit zur Welt, das die ganze Stadt in Brand setze. (Vgl. dazu die Legende vom Brand des Tempels von Ephesus in der Geburtsnacht Alexanders.)

[(209)] Der Bergenser Schornsteinfeger singt:

Morgen, ganz zuerst ich kehre

Der Priorin die Röhre. (Anthrop. VI.)