[(210)] Vgl. Rank und Sachs: Die Bedeutung der Psychoanalyse für die Geisteswissenschaften, S. 15 f. über die Symbolik des Ackerns. Dazu das schöne Buch von Dieterich »Mutter Erde« (2. Aufl. 1913).

[(211)] In einer ausführlichen Analyse dieser Märchengruppe ließe sich leicht zeigen, daß die Proben körperlicher Kraft, die der Held ablegt (Speerwerfen, ungeheure Mengen essen und trinken, schneller als der Vogel laufen) die eigene Potenz gegenüber der väterlichen herausstreichen sollen.

[(212)] Vater ist von einer Wurzel PA abgeleitet, welche nicht zeugen, sondern beschützen, unterhalten, ernähren bedeutet. Der Vater als Erzeuger hieß im Sanskrit ganitar (genitor). Max Müller: Essays, II. Bd., Leipzig 1869, deutsche Ausg., S. 20.

[(213)] Die Brüdermärchen sind so weit verbreitet und für die Mythenforschung so bedeutsam, daß Georg Hüsing sie für den Urtypus aller Mythenbildung erklärt hat. – Hartland hat in einem dreibändigen Werk (The legend of Perseus) die Parallelen des Brüdermärchens zusammengestellt.

[(214)] Die ägyptischen Sagen von Osiris und Bata. Vgl. Näheres bei Rank und Sachs l. c. Cap. II.

[(215)] Vgl. Rank: Das Inzestmotiv, 1912, IX, 1 und Lorenz in »Imago« II, 1913, p. 22 ff.

[(216)] Wie unsere Kinder diese Bedeutung aus eigenem wieder beleben, mag der Traum eines etwa vierjährigen Mäderls zeigen, den C. G. Jung (Jahrb. f. Ps.-A. II, 1910) mitgeteilt hat: »Ich habe heute nacht die Arche Noah geträumt und da waren viele Tierchen darin und da war unten ein Deckel daran, der ging auf und die Tierchen fielen alle heraus.«

[(217)] Träume gegen Morgen gesehen, galten für wahr.

[(218)] Wenngleich der Inhalt des gegebenen Traumes hier in dieser Weise aufgefaßt wird, so ist doch nicht zu übersehen, daß er, offenbar aus einem anderen Zusammenhang stammend (ein altes Orakel scheint zu Grunde zu liegen), ursprünglich auch eine andere Bedeutung gehabt haben dürfte.

[(219)] Vgl. die Angst im Traum vom Lebenslicht, [oben S. 392].