„Helge pflegte in Rom nachmittags zum Tee zu mir zu kommen. Eigentlich lernten wir uns gerade in diesen Nachmittagsstunden näher kennen, glaube ich —.“

„Und da gewannen Sie sich lieb.“

„Ja — nicht gleich. Das heißt, im Grunde vielleicht doch. Aber wir dachten an nichts anderes, als gute Freunde zu sein — damals. Ja, später kam er dann natürlich auch und trank seinen Tee bei mir —.“

Sie lächelten beide.

„Können Sie mir nicht ein wenig erzählen, wie Helge als Knabe war — als kleiner Junge, meine ich — oder sonst etwas —?“

Gram schüttelte trübe lächelnd den Kopf:

„Nein, Jenny. Ich kann Ihnen nichts von meinem Sohn erzählen. Er war immer gut und folgsam. Fleißig auf der Schule — nicht gerade ein Licht, doch recht fleißig und tüchtig. Aber Helge war als Knabe sehr verschlossen — auch als Erwachsener — jedenfalls mir gegenüber —. Erzählen Sie lieber, Jenny,“ lachte er warm.

„Wovon?“

„Von Helge natürlich. Ja — zeigen Sie mir, wie mein Sohn in den Augen des jungen Mädchens aussieht, das ihn liebt. Sie sind ja kein gewöhnliches junges Mädchen, sondern eine tüchtige Künstlerin, und ich glaube auch, Sie sind klug und gütig. Können Sie mir nicht erzählen, wie es kam, daß Sie Helge liebgewannen, welche Eigenschaften an dem Jungen Sie veranlaßt haben, ihn zu wählen? Lassen Sie mich hören!“

„Ja.“ Dann lachte sie. „Das ist nicht so ohne weiteres zu erklären, — wir hatten uns eben gern —.“