Helge fragte nicht, warum sie so sprach. Er legte seinen Kopf fest in ihren Arm, und sie strich ihm übers Haar, stumm, ohne Aufhören.

„Ja, du.“ Helge seufzte „Es war gemütlicher bei dir in der Via Vantaggio — nicht wahr, Jenny?“

Draußen in der Küche rasselten Teller, es brutzelte in der Bratpfanne und roch nach Fett. Frau Gram bereitete etwas Warmes zum Abendessen. Jenny ging an das offene Fenster und sah einen Augenblick in den schwarzen Schacht des Hofes. Alle Fenster nach hier hinaus waren Küchen- oder Schlafzimmerfenster mit Zuggardinen. In jeder Ecke des Hofes befand sich ein größeres Fenster, schräg eingebaut. Oh! Wie gut sie diese Eßzimmer kannte mit einem einzigen Fenster in der Ecke auf den Hof hinaus, dunkel und trübe, ohne einen Streifen Sonne. Der Ruß fegte hinein, wenn man lüftete, und der Essensgeruch setzte sich fest.

Aus dem Fenster eines Mädchenzimmers klang Guitarrespiel und ein kräftiger, ungeübter Sopran:

„Such Schutz bei unserem Herrn Jesus Christus, mein Freund, du brauchst nur anzuklopfen, und der Himmel tut sich auf.“

Die Guitarre erinnerte sie an die Via Vantaggio, an Cesca und Gunnar, der in der Sofaecke zu liegen pflegte, die Beine auf einem Stuhle, auf Cescas Guitarre zupfend und leise ihre italienischen Weisen summend. Plötzlich überfiel sie eine wilde Sehnsucht nach all dem dort unten.

Helge kam auf sie zu:

„Woran denkst du?“

„An die Via Vantaggio.“

„Ja, du — wie herrlich hatten wir es dort, Jenny!“