„Ja ja, — ich dachte nur — nun gewiß — es ist ja schließlich gleichgültig.“
„Das ist es, weiß Gott.“
Frau Gram kam herein und machte Licht. Jenny blickte fast ängstlich auf ihr verschlossenes, haßerfülltes Gesicht, das mit den harten, funkelnden Augen vor sich hinstarrte. Dann begann Frau Gram den Tisch abzuräumen. Sie hob Jennys Stickschere auf, die auf den Boden gefallen war:
„Es scheint Ihre Spezialität zu sein, etwas zu verlieren. Sie dürfen nicht so nachlässig mit Ihren Sachen umgehen, kleines Fräulein Winge. Helge ist nicht so galant wie sein Vater, scheint es.“ Sie lachte. „Soll ich jetzt bei dir drinnen die Lampe anzünden, mein Junge?“ Sie ging ins Rauchzimmer und zog die Tür hinter sich ins Schloß.
Helge lauschte einen Augenblick zum anderen Zimmer hinüber — die Mutter sprach leise und heftig. Dann lehnte er sich wieder zurück.
„Kannst du denn mit deinem Gerede nicht einmal aufhören?“ ertönte Grams Stimme deutlich von drinnen herüber.
Jenny neigte sich zu Helge:
„Ich gehe jetzt nach Hause — ich habe Kopfweh.“
„O nicht doch, Jenny. Dann gibt es hier nur Szenen bis ins Unendliche, wenn du gegangen bist. Sei so lieb und bleib; es geht nicht, daß du jetzt das Feld räumst, Mutter wird nur noch gereizter.“
„Ich kann aber nicht mehr,“ flüsterte sie, dem Weinen nahe.