Frau Gram ging durchs Zimmer. Gram kam und setzte sich zu ihnen.

„Jenny ist müde — sie will jetzt nach Hause gehen, Vater. Ich begleite sie.“

„Wollen Sie schon gehen? Wollen Sie nicht noch ein wenig bleiben?“

„Ich bin müde, ich habe Kopfschmerzen,“ murmelte Jenny.

„Bleiben Sie doch noch etwas,“ flüsterte Gram plötzlich. „Sie“ — er machte eine Kopfbewegung nach der Tür — „sagt Ihnen nichts. Und während Sie hier sind, entgehen wir anderen Szenen.“

Jenny setzte sich wieder still an den Tisch und griff nach ihrer Stickerei. Aagot häkelte eifrig an einem weißen Umlegeschal.

Gram schritt zum Klavier. Jenny war nicht musikalisch, konnte aber hören, daß er es war, und nach und nach kam ein wenig Ruhe über sie, während er seine kleinen weichen Melodien spielte — für sie, das fühlte Jenny.

„Kennen Sie dies, Fräulein Winge?“

„Nein.“

„Du auch nicht, Helge? Habt ihr es nicht in Rom gehört? Zu meiner Zeit sang man es überall. Ich habe hier einige Hefte mit italienischen Melodien.“