„Nur, wenn du mir sagen kannst, was ich dich fragte.“

„Das kann ich jetzt nicht sagen,“ flüsterte sie verzweifelt.

Helge strich ihr flüchtig übers Haar. Dann ging er.

Jenny blieb weinend auf dem Sofa sitzen. Sie schluchzte bitterlich und lange — ohne zu denken. Und inmitten der tiefen Müdigkeit, die darauf folgte, der Mattigkeit nach der kleinlichen Quälerei, der kleinlichen Demütigung und dem kleinlichen Hader der letzten Monate fühlte sie ihr Herz so leer und kalt. Helge hatte Recht.

Nach einer Weile verspürte sie Hunger. Als sie nach der Uhr sah, war es sechs.

Sie hatte vier Stunden so dagesessen. Als sie ihren Mantel anziehen wollte, entdeckte sie, daß sie ihn gar nicht abgelegt hatte.

Drüben an der Tür hatte sich eine Wasserpfütze gebildet — zwischen einigen Bildern im Blendrahmen. Jenny suchte nach einem Lappen und trocknete den Boden auf. Da fiel ihr plötzlich ein, daß das Wasser von Helges Schirm herrührte. Sie lehnte die Stirn an den Türrahmen und weinte wieder.

VIII.

Das Mittagessen war schnell beendet. Sie versuchte die Zeitung zu lesen und eine Weile ihre Gedanken auszuschalten. Es war aber umsonst. So würde es doch besser sein, heimzugehen und sich dort hinzusetzen —.

Als sie kam, stand ein Mann wartend auf dem obersten Treppenabsatz. Er war groß und schmächtig. Sie sprang die letzten Stufen hinauf und rief Helges Namen.